20. Februar 2017

„Start-up Barometer“ 2016: Mehr Deals – weniger Volumen

Die aktuelle Studie zeigt gegensätzliche Entwicklungen zum Vorjahr Risikokapitalinvestitionen in Deutschland EY

Risikokapitalinvestitionen in Deutschland von 2016 im Vergleich zum Vorjahr. (Grafik entnommen aus: http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/ey-start-up-barometer-februar-2017/$FILE/ey-start-up-barometer-februar-2017.pdf S.3)

Aus dem „Start-up Barometer“ 2016 ergibt sich, dass insgesamt weniger Geld durch Finanzierungsrunden erzielt wurde. Dieser Rückgang basiere auf den vorrangigen mittelgroßen Deals. Große Transaktionen ab 100 Millionen Euro blieben aus.

Beim Gesamtwert verzeichnen die Start-up Finanzierungsrunden zwar einen Rückgang von 3,2 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden, jedoch stieg die Zahl der Risikokapitalinvestitionen deutschlandweit. Gegenüber 2015 konnte ein Plus von 17% festgehalten werden. Also gibt es mehr Deals, aber weniger Volumen.

Führende deutsche Start-up Regionen

Im Vergleich zu den jeweiligen deutschen Bundesländern, lässt sich Berlin durch große Investitionen als die Start-up-Hauptstadt erkennen. Aber nicht nur dort werden Erhöhungen der Kapitaleinlagen durch Investoren gezählt. Mit 48 Transaktionen hat sich die Zahl der Finanzierungsrunden in NRW mehr als verdoppelt (im Vorjahr: 23). Zudem kristallisieren sich Städte wie Hamburg, München und Köln zu Start-up Hot-Spots heraus. Nicht nur die Deals stiegen in diesen Städten, auch das Investitionsvolumen nahm zu. 2015 umfassten die Investitionen in Köln 25 Millionen Euro und vergrößerten sich im Folgejahr auf 45 Millionen Euro.

Zudem stieg die Zahl der Finanzierungen in Start-ups europaweit um 41%. Große Investitionen wurden 2016 in London (2,2 Milliarden Euro), Paris (1,3 Milliarden Euro) und Stockholm (1,2 Milliarden Euro) getätigt. Diese Metropolen liegen noch (bzw. wieder) vor der deutschen Hauptstadt. Den siebten Platz in der europäischen Top-Ten 2016 konnte sich München sichern. Deutschland hat demnach laut den Autoren der Kurzstudie für Start-ups an Attraktivität gewonnen.

e-Commerce Sektor weiterhin Nummer Eins

Wie im Vorjahr floss das meiste Geld in e-Commerce. Höhere Investitionssummen erzielten die Unternehmen aus den Fachgebieten „Mobility“ und „Health“. Auch das Interesse an innovativen Geschäftsideen in den Bereichen Mobilität und Energie verstärkte sich. Aufgrund der Energiewende werden sie sicherlich auch in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle in der deutschen Wirtschaft einnehmen.

Quelle: http://www.ey.com/de/de/newsroom/news-releases/ey-20170201-berlin-bleibt-deutschlands-start-up-hauptstadt