Investitionspartner

European Angels Fund

European Investment Fund LogoSeit März 2012 unterstützt der European Investment Fund (EIF) mit dem Programm European Angels Fund (EAF) dieWagniskapitalfinanzierung junger innovativer Start-ups. Das Programm ist zunächst nur in Deutschland verfügbar soll ab auf weitere EU-Mitgliedsstaaten ausgeweitet werden. Der EAF stockt als sogenannte Co-Investmentfazilität die Beteiligungshöhe des Business Angels auf. Entwickelt wurde der European Angels Fund im in Kooperation mit BAND sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bzw. durch das vom Ministerium verwaltete Sondervermögen aus dem European Recovery Program (ERP). Der EAF hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 60 Mio. EUR, die jeweils zur Hälfte vom EIF sowie dem ERP getragen werden. Die Durchleitung und Verwaltung des Programms obliegt dem EIF.

Ziel und Gegenstand:
Der EAF stellt Business Angels und anderen nicht-institutionellen Investoren Eigenkapital zur Finanzierung innovativer kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU) zur Verfügung.

Antragsberechtigte:
Antragsberechtigt sind Business Angels sowie nicht-institutionelle Investoren.

Voraussetzungen:
Der Antragsteller muss ausreichende Erfahrungen im angestrebten Investitionsbereich besitzen und erfolgreiche Investitionen in der Vergangenheit nachweisen können. Ein guter Zugang zu qualitativ hochwertigen Beteiligungen muss vorhanden sein. Es muss sich jedoch in der Regel um Neuinvestitionen des Busi¬ness Angels handeln. Eine Finanzkapazität von mindestens 250.000 € während der Laufzeit, in der Regel 10 Jahre, muss gegeben sein.

Art und Höhe der Förderung:
Die Förderung erfolgt als Beteiligung. Die Höhe der Beteiligung richtet sich nach der beab-sichtigten Investitionssumme des Business Angels (50:50 Co-Investition) und sollte zwischen 250.000 € und 5 Mio. € betragen.

Antragsverfahren:
Der Dachfonds wird vom European Investment Fund (EIF) verwaltet. Anfragen sollten direkt an den EIF gerichtet werden.

Weitere Informationen zum European Invesment Fund (EIF) finden Sie unter www.eif.org


ERP-Startfonds der KfW

KfW_Logo_Claim_unten_4C_cEine Finanzierung von kleinen innovativen Technologieunternehmen durch den ERP Startfonds ist gebunden an eine Finanzierung durch einen Leadinvestor. Leadinvestor kann u.a. ein Business Angel sein. Die KfW verlangt keine Sicherheiten, ebenso darf der Leadinvestor keine Sicherheiten im Zusammenhang mit der Finanzierung aus der ERP-Startfonds stellen lassen.

Auszahlungen des Beteiligungskapitals durch den ERP-Startfonds erfolgen grundsätzlich in der gleichen Höhe und zum gleichen Zeitpunkt wie Auszahlungen des Leadinvestors. Die Dauer der KfW-Beteiligung richtet sich nach der Laufzeit der Beteiligung des Leadinvestors. Ein gleichzeitiger Exit wird angestrebt. Details regelt der Beteiligungsvertrag.

Welche Unternehmen werden finanziert?

Mit dem ERP-Startfonds werden kleine und junge innovative Technologieunternehmen mit Sitz in Deutschland finanziert, die. weniger als 50 Mitarbeiter und weniger als 10 Mio. Euro Umsatz haben und vor weniger als 10 Jahren gegründet worden sind.

Die vom Unternehmen neu entwickelten Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen müssen sich wesentlich von bisherigen Angeboten unterscheiden, auf eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeit  basieren mit dem Ziel sie zur Marktreife zu bringen. Die wichtigsten Komponenten der Innovation müssen im Unternehmen selbst entwickelt werden. Für einzelne Entwicklungsschritte können Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Die Spezifikationen müssen im Unternehmen selbst erarbeitet werden.

Welche Aufgaben übernimmt der Leadinvestor?

  • Der Leadinvestor muss sich mindestens in gleicher Höhe wie die KfW beteiligen.
  • Er berät das Unternehmen in allen wirtschaftlichen und finanziellen Fragen, ggf. auch im Management und im Marketing.
  • Grundsätzlich sollte der Leadinvestor bereit und in der Lage sein, zusätzliche Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen.
  • Vor einer Beteiligung der KfW prüft und dokumentiert er die Voraussetzungen. Diese Beurteilung des Unternehmens ist für die Beteiligungsentscheidung der KfW wesentlich.
  • Während der Beteiligungsdauer begleitet der Leadinvestor die Geschäftsführung sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Technologieunternehmens und informiert die KfW regelmäßig. Hierfür kann er von der KfW eine Vergütung erhalten.
  • Einzelheiten regelt ein Kooperationsvertrag zwischen dem Leadinvestor und der KfW.

Form und Konditionen der KfW-Beteiligung

  • Die Beteiligungsform der KfW richtet sich nach der des Leadinvestors. Die KfW beteiligten sich zu wirtschaftlich gleichen Konditionen.
  • Die Gesamtfinanzierung muss gesichert sein.
  • Geschäftsführer, Gründer und andere Schlüsselpersonen müssen nach der ersten Beteiligung aus dem ERP-Startfonds mindestens noch 25 % der Firmenanteile halten.

Höhe der KfW-Beteiligung

  • Der Höchstbetrag liegt bei maximal 5 Mio. Euro. In diesem Rahmen können Finanzierungsrunden durch die KfW begleitet werden.
  • Die erste und jede mögliche weitere Beteiligung der KfW beträgt bis zu 2,5 Mio. Euro je 12-Monats-Zeitraum.

Beihilferechtliche Regelungen

Auch bei der Co-Finanzierung eines Leadinvestors mit mehrheitlich öffentlichen Gesellschaftern sowie Beteiligungskapitalgebern, deren Beteiligung einen Beihilfewert hat, können Sie von einer Mitfinanzierung der KfW profitieren.

Die Beihilfewerte der Leadinvestoren-Beteiligung, der ERP-Startfondsbeteiligung und ggf. anderer Förderungen dürfen zusammen innerhalb von 3 Steuerjahren einen De-minimis-Höchstbetrag von 200.000 Euro nicht übersteigen. Dabei wird die ERP-Startfondsbeteiligung mit einem Beihilfewert von 100 % gerechnet.

ERP-Startfonds der KfW


High –Tech Gründerfonds

HTGFDer High Tech Gründerfonds (HTGF) investiert Venture Capital in technologieorientierte Unternehmensgründungen mit hohem Potenzial. Dabei wird die Seed-Finanzierung wird idealerweise über einen Zeitraum von mindestens 12-18 Monaten gesichert.
Kriterien sind Technologieorientierung, Marktperspektive, Qualität des Teams und finanziell angemessenes Engagement des Teams am Unternehmen.

Die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit darf maximal ein Jahr zurück liegen und es muss sich um ein kleines Unternehmen (maximal 50 Mitarbeiter, Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. Euro) handeln mit Sitz und Standort des Unternehmens oder einer Betriebsstätte oder einer Niederlassung in Deutschland. Die Nationalität der Teammitglieder spielt dabei keine Rolle.

Beteiligungsprozess

Um die Analyse und Einschätzung des Geschäftskonzepts zu ermöglichen, hat der HTGF einen vierstufigen und transparenten Prozess etabliert, bestehend aus

  • Businessplan
  • Term Sheet
  • Due Diligence
  • Beteiligung

Wird bei der Erstellung des Businessplans Unterstützung benötigt, stellt der HTGF einen erfahrenen Coach oder Netzwerkpartner zur Verfügung. Dies ist häufig ein Business Angel. Er fügt dem Businessplan außerdem ein Referenzschreiben bei.

Am Schluss entscheidet bei positivem Ausgang der Due Diligence aufgrund einer Beteiligungsempfehlung eines der drei Investitionskomitees, die unterschiedliche Technologieschwerpunkte haben.

Finanzierungskonditionen

Die Unternehmen können bis zu 500.000 Euro Venture Capital in einer ersten Finanzierungsrunde erhalten. Der HTGF erwirbt 15% Gesellschaftsanteile zu nominal und stellt ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen zur Verfügung. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 7 Jahren. Die Zinsen (aktuell 10%) des Nachrangdarlehens werden für 4 Jahre gestundet, um die Liquidität des Startup Unternehmens zu schonen.

Der eigene Beitrag des Teams zur Finanzierung soll 20% (10% in den neuen Bundesländern inkl. Berlin) der Beteiligungssumme des HTGF betragen. Die Hälfte davon können Investoren (Business Angels, regionale Seedfonds, private und öffentliche Investoren) stellen.
Zusätzlich legt der Fonds weitere 1,5 Mio. Euro Risikokapital (Venture Capital) für Anschlussfinanzierungen für das Start-up zurück.

Business Angels, Seedfonds und weitere Investoren sind als Side-Investoren eingeladen, sich in die Finanzierung einzubringen.

Bei einem höheren Kapitalbedarf sind bedarfsgerechte Lösungen möglich. Durch die Einbindung von Förderzuschüssen und/oder weiterer Kapitalgeber ergeben sich höhere Finanzierungsvolumina. Stellen private Kapitalgeber mehr als der High-Tech Gründerfonds bereit, kann sich dieser in besonderen Fällen den Beteiligungskonditionen dieser Investoren anschließen.

High-Tech Gründerfonds