06. Februar 2018

Wandeldarlehen: Kollateralschaden oder gezielter Fiskalzugriff?

Steuern

In einem ausführlichen Artikel in der ersten Ausgabe des VC-Magazin 2018 befassen sich BAND-Vorstand Dr. Roland Kirchhof und Markus Keller von BANDmitglied GKK Partners mit der drohenden Neubewertung der ertragsteuerlichen Behandlung von Wandeldarlehen.

Zum Hintergrund: Die Finanzverwaltungen einiger Bundesländer (insbes. Hessen und Bayern) scheinen seit 2017 eine andere Betrachtungsweise des Wandeldarlehens vorzunehmen. Danach handele es sich bei der Wandlung eines Wandeldarlehens um einen tauschähnlichen Vorgang, der zur einer Gewinn- und Verlustrealisierung führen könne. Dies hätte zur Folge, dass im Falle der Wandlung des Darlehens in Eigenkapital Steuern auf den sog. Wertzuwachs erhoben würden, obwohl dem bisherigen Darlehensgeber und neuen Anteilsinhaber keinerlei Mittel zugeflossen sind und der Buchwert dieser Anteile im weiteren Zeitverlauf bis zum Exit auch wieder sinken könnte. (BAND berichtete ausführlich hier und hier).

In ihrem Artikel befassen sich Kirchhof und Keller jetzt mit den konkreten Auswirkungen, die sie anhand verschiedener Rechenbeispiele (Investition über Holding, als Privatperson oder über Betriebsvermögen) darlegen. Die Autoren zeigen eindrucksvoll die negativen Folgen der möglichen neuen steuerlichen Behandlung deutlich auf, und rufen dazu auf, die Nachteile für den Start-up-Standort Deutschland mit in die Überlegungen einzubeziehen.

Zur neuen Ausgabe des Venture Capital Magazin geht es hier: https://www.vc-magazin.de/produkt/venturecapital-magazin-1-2-2018-seed-finanziers-in-deutschland/

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