06. Januar 2017

Start-up Wünsche an etablierte Unternehmen

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Jeder zweite Start-up-Unternehmer ist der Meinung, dass es keine ausreichenden Plattformen gibt, um Kooperationen zwischen Großunternehmen und Startups anzuregen. Das ist u.a. das Ergebnis einer Befragung der Universität Hohenheim von baden-württembergischen Start-ups.

Start-ups wünschen sich bereits beim anfänglich oftmals informellen Austausch mit Großunternehmen mehr Empathie, Interesse und Verständnis für ihre Situation. Darunter wird auch das grundsätzliche Zuhören, der Respekt vor ihrer Position und ihrer Unternehmensgröße, die Toleranz, Ehrlichkeit und das Vertrauen verstanden. Darüber hinaus erwarten sich die Start-ups die Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen, mehr Transparenz bei den Strukturen und Prozessen und einen vereinfachten Zugang durch einen eindeutigen Ansprechpartner.

Die Unternehmer sollten mehr Risikobereitschaft beim Eingehen von Partnerschaften zeigen, so die Start-ups. Macht, die sich aus Größe ergibt, sei auch als Verantwortung zu verstehen. Die Start-ups wünschen sich mehr Innovations-, Lern- und Experimentierbereitschaft hinsichtlich neuer Geschäftsmodelle, Technologien und Methoden. Ein hoher Grad an Selbstverpflichtung und ein fairer, transparenter Vertrag seien die Basis für die erfolgreiche Durchführung erster Kooperationsprojekte auf Augenhöhe.

Für die konkrete Durchführung von Kooperationen beklagen die Start-ups bei Unternehmen die mangelnde Verpflichtung des ausführenden mittleren oder unteren Managements durch die oberste Führungsebene. Demgemäß eskaliere der bürokratische Aufwand, meistens der Rechts- und Einkaufsabteilungen. Vielmehr seien schnelle Reaktionszeiten und Entscheidungsprozesse wünschenswert. Auch könnten Großunternehmen Partnerschaften deutlich konkreter und zielführender mit Ressourcen, Netzwerken und gegebenenfalls dem Gewähren von Kundenzugängen unterstützen. Zudem sollten etablierte Unternehmen die Rahmenbedingungen für die Möglichkeit von direkten finanziellen Beteiligungen schaffen – hier herrsche entsprechender Bedarf auf Seiten der Startups.

Quelle: https://www.researchgate.net/publication/312023712_Den_Generationenkonflikt_durch_richtige_Kooperation_uberwinden_-_was_Startups_von_Grossunternehmen_erwarten

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