16. Oktober 2014

Sigmar Gabriel punktet gegen Eric Schmidt

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„Über den Wert unserer Daten. Ein Gespräch über Freiheit, Innovation und Datensouveränität im digitalen Zeitalter". So lautete der Titel eines (Streit)gesprächs zwischen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Google Chef Eric Schmidt am Dienstag, 14.10.2014 in Berlin, zu dem BANDvorstand Dr. Ute Günther und Dr. Roland Kirchhof eingeladen waren. Dabei erwies sich Eric Schmidts Stärke gleichzeitig als seine Schwäche. Ganz cool prallten alle kritischen Fragen an ihm ab; so z.B. warum Google beim Ranking eigene Produkte bevorzugt, obwohl andere nachweislich besser sind. Das wollten die Kunden so und Googles Ziel sei, die Kunden glücklich zu machen. Im Übrigen bewege man sich innerhalb der deutschen und europäischen Gesetze, so Schmidt. Darauf erwiderte Gabriel, dies wolle er sich genau ansehen und gegebenenfalls müsse man dann die Gesetze ändern. Besser sei allerdings, wenn Goolge sich selbst verpflichte, fair mit potentiellen Konkurrenten umzugehen. Wenn das Ziel des Deutschland Termins von Eric Schmidt Whitewashing von Google gewesen sein sollte, dann hat er dieses klar verfehlt. Dennoch war es ein spannender Abend und der Beginn eines Dialogs, der vielleicht in Zukunft auch zu einer Annäherung führen könnte.