30. Juni 2017

KfW bündelt 2018 Beteiligungsfinanzierung

2 Mrd. € bis 2028 geplant KfW_Logo_Claim_unten_4C_c

Seit langem ist es in der Diskussion, nun beschlossen. Nach gemeinsame Initiative von Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Bundesfinanzministerium (BMF) und KfW hat der Verwaltungsrat der KfW beschlossen, eine neue Gesellschaft zu bilden, die künftig das Finanzierungsangebot der KfW im Bereich Venture Capital (VC) bündelt und erweitert.

Ziel der neuen Gesellschaft ist es, das Angebot an Wagniskapital für innovative technologieorientierte Unternehmen in der Startup-Phase und in der besonders kapitalintensiven frühen Wachstumsphase zu verbessern. Die Angebotslücke in der Start-up- und frühen Wachstumsphase bei Anschluss- und Wachstumsfinanzierungen in Deutschland beläuft sich nach Angaben der KfW auf derzeit rund 500 bis 600 Mio. EUR p. a.

Erfreulicherweise sind die Anregungen des Marktes aufgenommen worden, von der Bildung eigener Fonds abzusehen. Vielmehr fokussiert sich die neue KfW-Tochter auf Investitionen in Venture-Capital-Fonds. Auch Investitionen in Venture Debt Fonds werden möglich sein. Diese Fonds stellen Unternehmen zur Finanzierung ihrer risikoreichen Expansionsphase Fremdkapital zur Verfügung.

Das Geschäft der KfW im Bereich Venture Capital wird künftig von der neuen Beteiligungstochter betrieben. Darunter fallen das Engagement im High-Tech Gründerfonds, der in 2016 gegründete Venture Capital-Fonds coparion sowie das Engagement im Programm „ERP-Venture Capital-Fondsinvestments“ im Risiko des ERP-Sondervermögens. Bis zum Jahr 2020 soll die Gesellschaft ihr jährliches Investitionsvolumen auf 200 Mio. EUR steigern und so in den kommenden zehn Jahren rund 2 Mrd. EUR für wachstumsorientierte High-Tech-Firmen zur Verfügung stellen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird mit jeweils einem Experten aus dem Markt und aus der KfW besetzt. Die Gesellschaft wird Mitte des Jahres 2018 ihre operative Geschäftstätigkeit aufnehmen.