24. August 2017

Bei Business Angels gibt es inzwischen zwei Generationen

BAND Summit fragt nach Konflikten und Kooperationen Grafik-Einladung-Alternative

Unter dem Motto „Connecting different Generations of Angel Investors“ loteten auf dem BAND Business Angels Community Summit am 24.08.2017 150 Business Angels aus, was die beiden Generationen von Angel Investoren unterscheidet, was sie trennt und was sie verbindet. Nicht zufällig hatte der Veranstalter, Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (BAND), Berlin als Ort gewählt.

Vor allem in Berlin hat sich eine neue Generation von privaten Frühphaseninvestoren entwickelt. Sie sind ehemalige Start-up Unternehmer, oft aus der IT-Branche, und durch Veräußerung ihrer Geschäftsanteile so vermögend geworden, dass sie nun selbst ihrerseits Start-ups finanzieren. Ihr eigenes Start-up Leben liegt erst kurz hinter ihnen, so dass sie aus frischer Erinnerung die Gefahren und Probleme von jungen Unternehmen kennen. Sie sind gut ausgebildet, oft Absolventen einer renommierten Business School, hervorragend in der Start-up und Finanzierungsszene vernetzt und haben auf Grund ihres jugendlichen Alters von 30-35 Jahren die gleiche Mentalität wie ihre Gründer.

Die klassischen Business Angels, Altersschnitt 50 Jahre, männlich, sind meist ehemalige oder aktive mittelständische Unternehmer in eher traditionellen Branchen oder ehemalige Manager in Großindustrie, Finanzwesen oder Consulting. Ob sie angesichts der Qualitäten der neuen Angel Generation eher „alt aussehen“, war eine der diskutierten Fragen des Summits. Egbert Willam, Mit-Gastgeber der Veranstaltung, langjähriger Investor und Ex-Chef eines Versicherungskonzerns zeigt Gelassenheit: „Für meine Generation spricht die größere Erfahrung. Wir sollten das Beste beider Welten miteinander verbinden, indem wir gemeinsam ‚generationsübergreifend‘ investieren.“

Willam selbst praktiziert dies längst. Er ist schon lange in einigen klassischen Business Angels Netzwerken aktiv, aber auch Mitglied des Investorenkreises des Company Builders Rheingau Founders, mit Sitz in Berlin-Kreuzberg, wo er die jungen wilden Angels trifft.

„Damit ist Egbert Willam in der Zusammenarbeit weiter als die meisten Angels“, meint BAND Vorstand Ute Günther. „Bislang agiert jede Generation eher noch in ihren eigenen Zirkeln. Unser Ziel muss es sein, das Gespräch zwischen beiden Gruppen voranzubringen, weil sie davon gegenseitig profitieren. Ein erster Schritt ist mit dem Summit gelungen, indem er die ‚Angel Generationenfrage‘ erstmals thematisiert hat.“