BAND News
Warum Startups die EU verlassen – und was wir jetzt tun müssen
14. Januar 2026 | BAND News

Eine aktuelle Studie der European Investment Bank (EIB) zeigt: Trotz starker Forschungs- und Innovationskompetenz sowie vergleichsweise niedriger Kostenbasis wandern rund 30 % der europäischen Unicorns im Laufe ihres Wachstums ab – häufig in Richtung USA. Auch für den Startup-Standort Deutschland ist das hochrelevant.
Natürlich spielt die Größe des US-Marktes eine Rolle. Doch die Studie macht deutlich: Abwanderung ist kein Naturgesetz. Sie kann reduziert werden – wenn die richtigen Stellschrauben bewegt werden.
Zentrale Ansatzpunkte aus der Studie:
▪️ Einheitlichere und einfachere Regeln für Testen, Pilotieren und Einführen neuer Technologien – weniger Compliance Bottlenecks
▪️ Mehr verfügbares Kapital und geringerer Overhead in der Frühphase, insbesondere in Deep Tech, Digital Tech, Bio- und Cleantech
▪️ Schnellere und flexiblere (auch grenzüberschreitende) Personalgewinnung
▪️ Mehr Unterstützung für Gründer:innen, um von Beginn an international zu skalieren
Besonders deutlich wird: Abgewanderte Gründer:innen fordern die schnellstmögliche Umsetzung des 28thRegime – einer EU-weit einheitlichen, modernen Rechtsform.
👉 Für BAND ist klar: Das würde auch eine zentrale Hürde in Deutschland beseitigen – die verpflichtende notarielle Beurkundung bei Anteilsübertragungen. Eine langjährige Forderung von BAND, die Bürokratie und Kosten senkt und internationale Investments erleichtert.
Europa hat das Talent. Jetzt braucht es die passenden Rahmenbedingungen.
🔗 Studie: https://www.eib.org/files/publications/20250217-120126-drivers-of-relocation-by-innovative-eu-startups-and-scaleups-en.pdf