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EU-Kommission startet „EU Inc“
Neuer einheitlicher Rechtsrahmen für Startups in der EU
21. Januar 2026 | BAND News

Die Europäische Kommission hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos den Start von „EU Inc“ angekündigt – einem neuen, europaweit einheitlichen Rechtsrahmen für Unternehmensgründungen, der als sogenanntes „28th regime“ gelten soll. Ziel ist es, Europa für Gründer:innen, Investor:innen und Startups deutlich attraktiver und einfacher zu machen.
Mit EU Inc soll eine optionale, EU-weite Unternehmensform geschaffen werden, die zusätzlich zu den bestehenden nationalen Rechtsformen besteht. Sie soll insbesondere die Gründung, Finanzierung und Skalierung von Unternehmen über Ländergrenzen hinweg vereinfachen. Das umfasst unter anderem:
- eine einheitliche Rechtsform nach EU-Recht, die grenzüberschreitend gilt
- ein zentrales EU-Register mit vollständigem digitalen Zugang in englischer Sprache
- standardisierte Investment-Dokumente zur Erleichterung paneuropäischer Finanzierungsrunden
- einen EU-weiten Rahmen für Aktienoptionen zur einheitlichen Beteiligung von Mitarbeitenden und Investor:innen
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, betonte, dass ein solches Modell Europa helfen könne, den Gründungs- und Wachstumsprozess für innovative Unternehmen zu beschleunigen und das Investitionsklima im Binnenmarkt zu verbessern. Ziel sei es, Firmengründungen innerhalb der EU innerhalb von 48 Stunden online durchführbar zu machen und dadurch sowohl die Wettbewerbsfähigkeit Europas als auch die Attraktivität für internationale Kapitalgeber zu steigern.
Die Initiative wird von einer breiten Gemeinschaft aus Gründer:innen, Investor:innen und Ökosystemakteuren unterstützt und gilt als bedeutender Schritt hin zu einem einfacheren, digitaleren und grenzüberschreitungsfreundlichen Unternehmensrecht in der EU – ein Rahmen, der insbesondere Startups und technologiegetriebene Unternehmen stärken soll.
Mehr Informationen zur EU Inc gibt es hier.
Lest die Stellungnahme von BAND aus 2025 dazu hier.