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Deutschlands führende Forschungseinrichtungen und Wagniskapitalgeber unterstützen gemeinsamen Spin-Off-Framework
18. Juni 2026 | BAND News

Deutschland bietet als Wissenschaftsstandort hervorragende Voraussetzungen und verfügt über eine Forschungslandschaft auf internationalem Spitzenniveau. Dennoch steht dieser enormen Forschungsstärke eine vergleichsweise geringe Anzahl erfolgreicher Ausgründungen (Spin-Offs) gegenüber. Oft dauern Technologietransfer-Verhandlungen zu lange, Deal-Strukturen werden zu komplex und die Bedingungen machen vielversprechende Unternehmen schwer finanzierbar, noch bevor sie den Markt erreicht haben. Um dieses Potenzial künftig voll auszuschöpfen und exzellente Forschung in die Praxis zu überführen, sind effizientere und marktgerechte Ausgründungsprozesse zwingend notwendig.
Aus diesem Grund hat Business Angels Deutschland (BAND) e.V., der Dachverband und Thinktank des bundesweiten Business-Angel-Ökosystems, das German Spin-Off Frameworks (GSOF) aktiv mitgestaltet. BAND-Vorstand Nikolaus D. Bayer ist einer der Autoren dieses mittlerweile von mehr als 40 Organisationen aus Venture Capital, Forschung und Technologietransfer unterstützten Rahmenwerks, das Ausgründungen aus der Forschung in Deutschland schneller, fairer und planbarer machen soll. Das GSOF definiert als praxisnaher Leitfaden insbesondere transparente "Landezonen" für die Lizenzierung bzw. Ausgründung von geistigem Eigentum, damit langfristige Wertschöpfung, Investierbarkeit und Gründeranreize in den Vordergrund rücken.
Dass Forschungseinrichtungen und Wagniskapitalgeber intensiv daran arbeiten, mehr Forschungsergebnisse in erfolgreiche Startups zu verwandeln, beweist neben dem GSOF auch das sich aktuell in Erarbeitung befindliche Berlin Model. Dieses im Entwurf vorliegende standardisierte Rahmenwerk für den IP-Transfer an Universitäten zielt mit Instrumenten wie einem systematischen IP-Audit, einer einheitlichen IP-Scorecard und fünf vordefinierten Transfer-Tracks darauf ab, den Ausgründungsprozess auf maximal 13 Wochen zu verkürzen. Beide Initiativen zeigen einen breiten Willen auf, Reibungsverluste in Ausgründungsprozessen drastisch zu reduzieren. Dies ist ein entscheidender Schritt, denn Innovationen durch Startups sichern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit Standorts Deutschland.
Nikolaus D. Bayer, stellvertretender Vorsitzender von BAND, betont die Bedeutung dieser Entwicklung für Frühphaseninvestoren und den Wirtschaftsstandort:
„Deutschland verfügt über eine exzellente Forschungslandschaft, doch wir verlieren auf dem Weg zur Ausgründung oft zu viel Zeit in den Verhandlungen und schrecken potentielle Investoren ab. Als Business Angels legen wir zudem großen Wert darauf, dass die Gesellschafterstruktur eines Spin-Offs von Beginn an gesund und für Folgeinvestitionen attraktiv bleibt. Das German Spin-Off Framework sowie das Berlin Model bringen Gründer, Forschungseinrichtungen und Investoren hinter dem gemeinsamen Ziel zusammen, praxiserprobte, transparente und faire Standards zu etablieren. Nur so können wir Forschung vermehrt in international investitions- und wettbewerbsfähige Deep-Tech-Champions verwandeln. Damit sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Landes nachhaltig.“
Das Framework kann hier heruntergeladen werden.

